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Hausanschlüsse beantragen:
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Beim Neubau gehören die Hausanschlüsse zu den ersten und wichtigsten Schritten. Schon in der Grundlagenermittlung wird geprüft, welche Medien vorhanden sind und welche neu gelegt werden müssen. Da die Abstimmung mit Stadtwerken und Versorgern oft viel Zeit beansprucht, sollten Sie die Beantragung so früh wie möglich starten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Hausanschlüsse für Ihren Neubau beantragen.

Das Wichtigste zuerst

  • Hausanschlüsse gehören zu den ersten Schritten im Neubau und sollten frühzeitig beantragt werden.
  • Pflicht sind Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss, weitere Anschlüsse wie Telekommunikation oder Fernwärme sind optional.
  • Sie können Hausanschlüsse erst nach Eingang der Baugenehmigung beantragen.
  • Zuständig sind je nach Anschluss Stadtwerke, Versorger oder Netzbetreiber.
  • Zuerst stellen Sie eine Anfrage und später den Antrag mit Plänen und Unterlagen.
  • Durchschnittlich kosten die Pflichtanschlüsse 7.000 bis 12.000 €, Zusatzanschlüsse verursachen weitere Kosten.

Welche Hausanschlüsse gibt es?

Für ein Einfamilienhaus im Neubau sind bestimmte Hausanschlüsse zwingend erforderlich, andere dagegen optional. Pflicht sind nur Strom, Wasser und Abwasser. Anschlüsse für Wärmeversorgung oder Telekommunikation hängen von Ihren individuellen Entscheidungen ab.

Stromanschluss

Der Stromanschluss verbindet Ihr Haus mit dem öffentlichen Netz. Er ist Voraussetzung für die Baustromversorgung und später für den Betrieb aller elektrischen Geräte sowie evtl. Heizsysteme wie Wärmepumpen.

Wasseranschluss

Der Trinkwasseranschluss stellt die Versorgung mit Frischwasser sicher. Er wird von den örtlichen Wasserwerken verlegt und muss frühzeitig beantragt werden, da die Erschließung oft mit Tiefbauarbeiten verbunden ist.

Abwasseranschluss

Der Abwasseranschluss leitet Schmutz- und Regenwasser in das öffentliche Kanalnetz. Ohne diesen Anschluss darf ein Haus in der Regel nicht bewohnt werden. In ländlichen Gebieten können Sie sich alternativ für eine Kleinkläranlage entscheiden.

Wärmeanschluss (optional)

Für die Wärmeversorgung gibt es verschiedene Optionen. Eine Wärmepumpe nutzt den Stromanschluss und benötigt keinen zusätzlichen Anschluss. In Regionen mit Fernwärmenetz können Sie Ihr Haus direkt anschließen. Ein Gasanschluss sollte heutzutage nur noch als letzte Option gelten und wird immer seltener gewählt.

Telekommunikationsanschluss (optional)

Die meisten Bauherren entscheiden sich für einen Glasfaser- oder Telefonanschluss. Alternativ können Sie aber auch über Satelliteninternet oder Router mit SIM-Karte eine stabile Internetverbindung herstellen.

Wann werden die Hausanschlüsse beantragt?

Hausanschlüsse sollten bereits in der Planungsphase bei den Versorgern angefragt und vorbereitet werden. Der eigentliche Antrag wird dann direkt nach Erhalt der Baugenehmigung gestellt. So sichern Sie sich ausreichend Vorlaufzeit, da die Bearbeitung und Koordination mit Stadtwerken oft mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nimmt. Und stellen sicher, dass Strom, Wasser und Abwasser rechtzeitig zur Bauphase verfügbar sind. 

Wo wird der Hausanschluss beantragt?

Hausanschlüsse werden direkt bei den zuständigen Versorgungsunternehmen oder Stadtwerken beantragt. Je nach Anschluss gibt es unterschiedliche Anlaufstellen.

Hausanschluss Antragsstelle
Stromanschluss Regionaler Netzbetreiber oder örtliche Stadtwerke
Wasseranschluss Lokale Wasserwerke oder Zweckverband
Abwasseranschluss Abwasserverband oder Kommune
Fernwärmeanschluss (optional) Betreiber des örtlichen Fernwärmenetzes
Gasanschluss (optional) Gasnetzbetreiber oder Stadtwerke
Telekommunikation (optional) Anbieter wie Telekom, Vodafone oder lokaler Netzbetreiber

In vielen Regionen werden Trinkwasser- und Abwasseranschlüsse gemeinsam bei den Stadtwerken oder der Kommune beantragt. Je nach Bundesland kann aber auch eine getrennte Zuständigkeit bestehen, zum Beispiel durch einen Abwasserverband. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig bei Ihrer Gemeinde über die genaue Vorgehensweise.

Wie beantragt man die Hausanschlüsse?

Hausanschlüsse werden in der Regel in zwei Schritten beantragt: Zuerst stellen Sie eine Anfrage bei den jeweiligen Versorgern, um zu klären, ob Leitungen in der Nähe verfügbar sind und welche technischen Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Danach folgt der eigentliche Antrag, bei dem Ihnen ein Ansprechpartner zugeteilt wird, der den Ablauf koordiniert. Oft werden dabei Baupläne und Lagepläne benötigt, damit die Leitungsführung genau festgelegt werden kann.

Der Stromanschluss

Der Stromanschluss wird beim örtlichen Netzbetreiber oder den Stadtwerken beantragt. Nach der Anfrage prüft der Versorger, ob ein Anschluss möglich ist und erstellt ein Angebot. Für die Beantragung werden in der Regel ein Lageplan, der Grundriss und eine technische Beschreibung der Anlage benötigt. Die Installation im Haus selbst darf nur ein konzessionierter Elektrofachbetrieb vornehmen.

Der Wasseranschluss

Der Antrag für den Wasseranschluss wird bei den örtlichen Wasserwerken gestellt. Sie benötigen in der Regel einen amtlichen Lageplan, einen Grundriss und den Bauzeitenplan. Nach Prüfung legt der Versorger den Übergabepunkt fest und koordiniert die Leitungsverlegung bis in Ihr Gebäude. Die Arbeiten müssen von einem zugelassenen Installationsbetrieb durchgeführt werden.

Der Abwasseranschluss

Der Abwasseranschluss wird bei der zuständigen Kommune oder beim Abwasserverband beantragt. Für die Beantragung sind in der Regel Bauzeichnungen und ein amtlicher Lageplan erforderlich. Der Versorger prüft, wo die Leitung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden kann und ob zusätzliche Arbeiten wie ein Revisionsschacht nötig sind. In ländlichen Gebieten ohne Kanalnetz ist oft eine eigene Kleinkläranlage vorgeschrieben.

Der Telefon- und Internetanschluss

Für den Telekommunikationsanschluss wenden Sie sich an den Anbieter Ihrer Wahl, etwa die Telekom, Vodafone oder einen regionalen Anbieter. Im Neubau wird heute häufig Glasfaser verlegt, alternativ sind aber auch andere Lösungen möglich. Der Anbieter prüft, ob eine Anbindung an das Netz besteht und welche Ausbaumaßnahmen notwendig sind. Nach Vertragsschluss übernimmt ein Fachbetrieb oder der Anbieter selbst die Leitungsverlegung bis in Ihr Haus.

Der Gasanschluss

Der Gasanschluss wird beim örtlichen Gasnetzbetreiber beantragt, sofern Sie Gas als Energiequelle nutzen möchten. Auch hier sind Bau- und Lagepläne erforderlich. Nach positiver Prüfung erstellt der Netzbetreiber ein Angebot, in dem die Kosten für die Leitungsverlegung enthalten sind. Die Installation im Haus selbst darf nur ein eingetragener Fachbetrieb übernehmen. Da Gasheizungen zunehmend an Bedeutung verlieren, wird dieser Anschluss nur noch selten gewählt.

Der Fernwärmeanschluss

Der Fernwärmeanschluss wird beim Betreiber des örtlichen Fernwärmenetzes beantragt. Dieser prüft, ob Ihr Grundstück an das Netz angeschlossen werden kann und welche Kapazitäten vorhanden sind. Für den Antrag sind meist Baupläne und eine Heizlastberechnung erforderlich. Nach der Zusage erstellt der Versorger ein Angebot über die Anschlusskosten und den Wärmeliefervertrag. Der Anschluss bietet eine komfortable und platzsparende Alternative zur eigenen Heizungsanlage, ist aber nur in Gebieten mit vorhandenem Fernwärmenetz möglich.

Checkliste: So beantragen Sie Ihre Hausanschlüsse

Damit Ihre Hausanschlüsse rechtzeitig fertiggestellt werden, sollten Sie strukturiert vorgehen. Die folgende Schritt-für-Schritt-Checkliste zeigt Ihnen den genauen Ablauf von der Anfrage bis zur Fertigstellung:

Frühzeitig Versorger kontaktieren: bereits in der Planungsphase anfragen, welche Anschlüsse verfügbar sind.

Baugenehmigung abwarten: erst nach Erhalt der Genehmigung können die verbindlichen Anträge gestellt werden.

Anträge einreichen: mit Lageplan, Bauzeichnungen und technischen Angaben bei den zuständigen Stellen.

Angebote prüfen und Verträge schließen: Kosten, Fristen und technische Bedingungen im Detail abstimmen.

Fachbetriebe beauftragen: nur zugelassene Installationsbetriebe dürfen die Arbeiten im Haus durchführen.

Leitungsverlegung und Anschluss: die Versorger verlegen Leitungen bis ins Gebäude und schließen sie an.

Abnahme und Inbetriebnahme: nach Abschluss der Arbeiten erfolgt eine technische Prüfung und Freigabe.

Wie hoch sind die Kosten für die Hausanschlüsse?

Im Durchschnitt sollten Sie für ein Einfamilienhaus zwischen 7.000 und 12.000 € für alle Pflichtanschlüsse einplanen. Für einen Wasseranschluss zahlen Sie 2.000 bis 6.000 €. Für einen Telekommunikationsanschluss 800 bis 1.500 €. Die Kosten für Hausanschlüsse hängen stark von der Anschlussart, Region, Leitungslänge und dem Aufwand für Erdarbeiten ab.

Hausanschluss Durchschnittliche Kosten*
Stromanschluss 2.000 bis 3.000 €
Wasseranschluss 2.000 bis 4.000 €
Abwasseranschluss 3.000 bis 5.000 €
Telekommunikationsanschluss (optional) 800 bis 1.500 €
Gasanschluss (optional) 2.000 bis 3.500 €
Fernwärmeanschluss (optional) 3.000 bis 6.000 €

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